Category: Allgemein

02
Mrz

IHM und Fokus Gesund Bauen

Vom 7.-13. März 2018 findet in München die Internationale Handwerksmesse statt. Der bdia präsentiert sich dort mit einer ‚Planerbox‘, die ich am Donnerstag, den 8. März betreuen werde.

Außerdem hat das BioBau-Portal ein Vortragsforum mit Fokus ‚Gesund Bauen‘ organisiert, bei dem ich am gleichen Tag einen Vortrag über nachhaltige Materialien für die Innenarchitektur halten werde.

Ich freue mich auf Euer zahlreiches Kommen!

IHM München, Messe München Halle B2, Donnerstag 8. März, 11.00 Uhr.

27
Sep

Hotel zur Amtspforte

Nun ist es endlich soweit: Der Umbau der Gästeetagen im Hotel zur Amtspforte in Stadthagen ist abgeschlossen. Das Konzept war eine Mischung aus koreanisch-japanischem, traditionellen Ambiente mit zeitgenössischem Anspruch an Komfort und Ausstattung. Die Einrichtung der Zimmer ist als Teil der Architektur gedacht. Die einzelnen Möbel verbinden sich zu einer raumformenden, zweiten Hülle. Dabei ist jedes Zimmer individuell gestaltet und die einzelnen Elemente ergeben – verschieden zusammengesetzt – immer neue Raumsituationen.

Die öffentlichen Bereiche der Flure und Treppen sind als Straßen und Plätze gedacht. Große Fotodrucke alter koreanischer Türen und Straßenlaternen mit den typischen asiatischen Türfahnen wurden hier eingesetzt. Tritt man durch die Zimmertür befindet man sich zuerst im dunkler gestalteten Vorflur; als beträte man den Innenhof eines privaten Hauses. Erst dann erreicht man das eigentliche, hellere Zimmer – das Zuhause.

Natürliche Materialien, erdige, warme Farben und sorgfältig ausgewählte Accessoires vervollständigen das Bild. Bei der Lichtplanung wurden wir vom Studio de Schutter unterstützt.

Die Fotos sind von Henning Hattendorf.

28
Nov

Oh Tannenbaum!

Aus aktuellem Anlass heute ein Artikel über einen Dekorationsgegenstand, den man alljährlich in fast allen Heimen anfindet: Der Weihnachtsbaum! In letzter Zeit gibt es immer echter anmutende, aus Kunststoff gefertigte Nachahmungen, die außer dem offensichtlichen Vorteilen (nadelt nicht, muss nicht gegossen werden, brennt nicht) auch die Nachhaltigkeitsdebatte ankurbeln: Es werden keine Bäume gefällt und das gute Stück ist viele Jahre wiederverwendbar. Klingt erstmal logisch, aber ist das wirklich so?

Echte Christbäume werden in speziellen Plantagen angebaut, es werden also in der Vorweihnachtszeit Wälder nicht unkontrolliert gefällt. Allerdings ist die Ökobilanz eines Baumes umso schlechter, je schneller er gefällt und anschließend entsorgt wird.

Künstliche Weihnachtsbäume gibt es aus verschiedenen Materialien: aus geschnittener PVC-Folie (die günstige Option),oder aus Polyethylen (PE), welches im Spritzgussverfahren echten Nadeln täuschend ähnlich wird (daher im Internet auch als Premium-Option angepriesen) und eine Mischung aus beiden Verfahren.

Bei der Entsorgung eines solchen Baumes, die natürlich erst nach vielen Jahren anfallen sollte, werden eine Menge Schadstoffe frei. Ein echter Baum gibt bei der Verbrennung nur das CO2 ab, welches er während seines Wachstums aufgenommen hat.

Die meisten Kunstbäume kommen außerdem aus China (insofern kommen noch die langen Transportwege auf die Ökobilanz), werden aber vom TÜV-Süd auf Schadstoffreiheit untersucht.

Die Frage nach der nachhaltigeren Entscheidung scheint immer noch nicht beantwortet. Es gibt glücklicherweise eine ganz interessante Studie von Ellipsos (http://www.ellio.ca), einem kanadischen Instituts für nachhaltige Entwicklung, die die ‚Lebenszyklusanalyse‘, also die komplette Ökobilanz, eines lokal gefällten Baumes aus einer Plantage mit einem in China hergestelltem Kunstbaum untersucht hat. Ausgegangen ist man von einem Zeitraum von 6 Jahren.

Das Fazit: Der natürliche Baum ist nachhaltiger!

Nur wenn man den künstlichen Baum mehr als 20 Jahre behält, dann wäre dies eine umweltfreundlichere Variante.

Am nachhaltigsten wären allerdings Bäume mit einem Biosiegel, wie zB. dem FSC-Zertifikat. Sie kommen aus biologisch bewirtschafteten Wäldern, in denen kein Kunstdünger oder Pestizide eingesetzt werden. Bio-Weihnachtsbäume wurden dem Wald im Zuge der Durchforstung entnommen oder sind auf besonderen Arealen wie Schneisen oder Trassen unter Hochspannungsleitungen gewachsen. Diese Bäume sind manchmal etwas krumm, aber echte Perlen sind ja auch nicht perfekt rund!

05
Mrz

Mein Start als Blogger

Mit der Gründung meines Innenarchitekturbüros vor fast vier Jahren habe ich den Gedanken der Nachhaltigkeit als Grundkonzept festgelegt. Seitdem habe ich die Ausbildung zum Registered Professionel beim DGNB durchlaufen und viel über Materialien, Produkte und Prozesse recherchiert. Schon lange überlege ich auf meiner Internetseite eine Art Blog anzulegen, um diese Kenntnisse zur Verfügung zu stellen und nun ist es endlich soweit. Ich werde in Zukunft sowohl über Neuigkeiten und Interessantes im Bereich Nachhaltigkeit berichten, als auch Aktuelles von LAKA LAB mitteilen. Mein Ziel ist dabei, mit der Zeit eine Art Datenbank für nachhaltige Innenarchitektur zu schaffen. Ich freue mich über jede Art von Anregung, Kommentar und Kritik und bitte, mir diese einfach per Mail zukommen zu lassen.